Das hat den Deutschen gerade noch gefehlt. Da haben die Bundesbürger den Schock über die Rechtschreibreform noch nicht verdaut und das neue Buchstabenlotto kaum begriffen, schon sind sie erneut zum Hinzulernen verdonnert: 40 Millionen Besitzer von Euroscheckkarten müssen sich bald eine neue Geheimnummer merken. Die Persönliche Identifikationsnummer - kurz PIN-Nummer genannt, obwohl sie wahrlich nicht zum An-die-Wand-Hängen geeignet ist - wird jeweils ausgetauscht. Damit wollen die Banken die Sicherheit am Automaten oder bei Kartenzahlung erhöhen.

Seltsam, bisher pochte die Kreditwirtschaft unbeirrt darauf, ihr System sei gegen Mißbrauch gefeit. Doch den Schwüren der Banker standen die Taten der Codeknacker gegenüber, die so manches Konto leerräumten. Nun handelt die Branche, natürlich nur, um die hohen Sicherheitsstandards noch einmal zu erhöhen.

In jedem Fall, das bringt die Kunden ins Grübeln. Wer soll sich das bloß alles merken? Fast jede Karte im Portemonnaie hat doch heute eine eigene Nummer - und Aufschreiben ist auch verboten. Hilfe!