Obwohl die Bundesbank diesmal an ihrem Zins für Wertpapierpensionsgeschäfte von drei Prozent festgehalten hat, ließen Zinsängste und ein auf unter 1,80 Mark gesunkener Dollar die Aktienkurse rutschen. Der Deutsche Aktienindex (Dax) unterschritt die psychologisch wichtige Marke von 4000. Bemerkenswert dabei, daß der Abgabedruck in erster Linie vom Terminmarkt kam. An der Präsenzbörse waren Panikverkäufe nicht zu beobachten. Noch scheinen die Anleger ihre Hoffnungen auf eine Rückkehr des Dax zu alten Höchstmarken nicht völlig aufgegeben zu haben. Institutionelle Investoren scheinen ihre Schwerpunkte neu zu setzen. Sie schichten vermehrt zugunsten defensiver Versorgungswerke um. Verkauft werden im Gegenzug exportorientierte Papiere. Die Übernahme der deutschen SMH-Bank durch die Schweizerische Bankgesellschaft hat die Fusionsphantasie auf diesem Sektor zwar wachgehalten, aber nicht mehr zu Sonderbewegungen geführt. Die Bankaktien leiden derzeit unter der Furcht vor steigenden Zinsen. Das gilt auch für den Rentenmarkt. Der Bund hat die Rendite für seine Bundesobligationen in dieser Woche heraufgesetzt.