Eine Gruppe von Terroristen überfällt das Flugzeug des US-Präsidenten.

Ziel der Hijacker: die Freilassung des russischen Generals Radek, der von einer Spezialtruppe der US-Army gefangengenommen wurde. Als russische Journalisten getarnt, nehmen sie die Boeing 747 im Sturm, verfehlen aber ihr eigentliches Ziel: den Präsidenten (Harrison Ford, unser Bild), der danach als Guerillero seinen eigenen Krieg beginnt. Zu sehen ist Bombastisches (Militäraktionen/Großdemonstrationen auf dem Roten Platz/Krisensitzungen im Weißen Haus/Guerillakampf in der Air Force One) Heroisches (wie der Präsident, "ein Soldat mit Fronterfahrung", die ganze Clicque nach und nach aus dem Weg räumt) Komisches (wie der Präsident versucht, im Weißen Haus anzurufen, und nur auf die gelangweilte Reaktion einer Beamtin stößt) Intrigantes (wie der Bodyguard, dem Wolfgang Petersen noch "In the Line of Fire" eine so wundervolle Hommage w idmete, nun zu einem Verräter degradiert ist. Der Präsident, kurz vorm Showdown: "Aber gerade Ihnen habe ich doch immer vertraut!" Die Replik des Bodyguards: "Und genau so wird es auch Ihr Nachfolger halten!"). Im Kern aber bleibt alles im Rahmen des Gängigen, Konventionellen. Petersen klettert mit seiner Actionstory um den "wichtigsten Mann der Welt" drei Stufen nach oben - fällt aber im Niveau fünf Treppen nach unten. Okay, Geld gemacht, Auftrag erledigt! Auftrag erledigt? Er wisse, so Petersen, peinlich berührt, im "Kulturweltspiegel" der ARD, viele seiner Freunde würden nun fragen: Where is the good old Wolfgang? Er könne allen versichern: He will be back, soon!