Je intelligenter die Anamnese, desto besser die Therapie. Dieser Grundsatz, der gemeinhin für die Heilung kranker Menschen gilt, soll an der Technischen Universität München nun auch alten Bildern, Möbeln und ganzen Häuserfassaden zugute kommen. In diesem Wintersemester eröffnet dort der Lehrstuhl für Restaurierung, Kunsttechnologie und Konservierungswissenschaften seine Tore, um Diplomrestauratoren auszubilden. Es reiche nicht aus, daß ein Kunstwerk nach der Restaurierung aussehe wie neu, begründet die Münchner Universität ihre Initiative. Die sinnvolle Arbeit eines Restaurators müsse das gesamte Umfeld mit einbeziehen und vorausschauend sein. In Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatsgemäldesammlung, dem Landesamt für Denkmalpflege und dem Nationalmuseum wird die interdisziplinäre Ausbildung aus Naturwissenschaften, Informatik und Kunstgeschichte bestehen.