Immer wenn Europa in Deutschland ins Gerede kommt, meldet sich die Bundesregierung bei der Europäischen Management- und Marketing-Agentur (EMMA), um Rat und Hilfe einzuholen. "Erst der Hickhack um die Kriterien und Termine für den Euro, jetzt der Verdacht, daß wir Deutsche zuviel und in Zukunft noch mehr für Europa zahlen - da müssen wir gegenhalten", erklärt der Vertreter der Bundesregierung der kreativen EMMA-Runde. "Ich bitte um originelle, aber realistische Vorschläge."

"Die Politiker von CDU und CSU sollten ihre widersprüchlichen Reden einstellen, vor allem über das Dreiprozentkriterium, sonst werden die Menschen im Land völlig verunsichert", sagt Kollegin S. "Die EU-Kommission sollte ihre Bücher offenlegen, damit wir wissen, was wir zahlen und wofür", sagt Kollege G.

"Beides weder originell noch realistisch", sagt der Vertreter der Bundesregierung.

"Man könnte sich mit dem zufriedengeben, was in Europa an Frieden und Zusammenarbeit erreicht ist", sagt Kollege L., bei dem man nie weiß, was er ernst meint und was nicht.

"Das geht nicht", sagt der Mann aus Bonn.

"Warum nicht?"

"Helmut Kohl will es nicht, es wäre gegen den Lauf der Geschichte, und die europäische Einigung ist bekanntlich wie ein Fahrrad. Sie kippt um, wenn sie stillsteht."