Gold rahmt Louis Gurlitts Landschaften. Ein Bilderrahmenhistoriker hätte Freude an der Ausstellung im Altonaer Museum. Ein Biograph auf der Suche nach dem Lebensmotiv des Kunstmalers ebenfalls. Louis Gurlitt (1812-1897) war Sohn des Altonaer Golddrahtziehers Johann August Wilhelm Gurlitt, eines von achtzehn Kindern.

Schon früh zeigte der Knabe Talent zum Zeichnen, wurde mit sechzehn in die Lehre bei Siegfried Bendixen (heute kennen ihn nur noch Hamburgensien-Sammler) gesteckt und zog nach vier Jahren an die Akademie in Kopenhagen. Ziel des Handwerkerkindes: die Goldmedaille erringen, denn mit ihr verknüpft war ein Reisestipendium nach Rom.