Seit mittlerweile sieben Jahren scheitern westliche Reporter und Politiker immer wieder kläglich an der Aussprache bosnischer Städte- und Personennamen.

Jetzt endlich greift Amerika ein! In seinem virtuellen Verlautbarungsorgan, dem Journal of Applied Idiosyncrasies, hat ein internationales Satire-Syndikat eine großangelegte Hilfsaktion des US-Außenministeriums für Bosnien publik gemacht. Damit das Namenverstümmeln ein Ende hat, wolle Präsident Bill Clinton mehr als 75 000 Vokale in das Balkanland liefern lassen. Beginnen soll die Aktion mit der Vokalversorgung der Adria-Küstenstädte Grzny und Sjlbvdnzv. Zwei Transportflugzeuge der amerikanischen Luftwaffe sollen dort je 500 24er-Schachteln mit "E" abwerfen, enthüllt das Journal. Hilfsgüter, die, so die Internet-Postille weiter, nicht nur westliche Kommentatoren, sondern auch die Bewohner der beiden Städte dringend erwarten: "Ich brauche nur ein paar Vokale", so wird der 67jährige Grg Hmphrs aus Sjlbvdnzv zitiert, "und schon könnte ich George Humphries heißen. Das ist mein Traum." Amerika - wer sonst? - läßt ihn wahr werden (www-ai.informatik. uni-dortmund.de/JAI/vfb.html)!