"Für manchen war es eine schmerzliche Erkenntnis, daß nicht nur Ostdeutsche verführbar waren."

Joachim Gauck,

Stasibevollmächtigter in seinem Bericht über die 20 000 Westdeutschen, die für die Stasi arbeiteten

"Wer heute Westdeutschland Versäumnisse bei der Aufarbeitung der Geschichte des Dritten Reiches vorwirft, kann nicht guten Gewissens gleichzeitig dafür eintreten, die Aktenberge der Gauck-Behörde dem Feuer zu überantworten. Die siebenjährige Arbeit des Berliner Amtes hat gezeigt, daß dort mit den zahllosen Dokumenten verantwortungsvoll umgegangen wird. ... Der Datenstrom hat auch eine politische Funktion: Er ist ein Bollwerk gegen Nostalgie - die Verklärung der SED-Diktatur."

"Nordkurier" (Neubrandenburg)

"Joachim Gauck hat den Finger auf eine Wunde gelegt, von der viele der angeblichen Biedermänner im persilweißen Westen nichts wissen wollen: das Stasi-Erbe muß von Ost und West gemeinsam getragen werden. Rund 20 000 bis 30 000 Bürger in den alten Bundesländern haben sich, so belegen die Akten, ,ohne äußerenDruck' zur Zusammenarbeit von der ,Firma' anheuern lassen."

"Mitteldeutsche Zeitung"