Was die deutschen Bergbaugesellschaften zu Beginn dieser Woche auf den Tisch gelegt haben, ist alles andere als eine Sensation. Es ist nur die Umsetzung der kohlepolitischen Beschlüsse vom März, die einen Rückgang der staatlichen Zuschüsse von 10 auf nur noch 5,5 Milliarden Mark im Jahre 2005 vorsehen. Und weniger Subventionen bedeuten: weniger Kohle.

Zechenschließungen und damit Personalabbau sind die Konsequenzen. Wieder einmal ist dabei zu bewundern, wie sich der Bergbau um eine möglichst gerechte Teilung der Lasten bemüht - Solidarität ist unter Bergleuten kein leeres Wort. So bleibt es in den Revieren ruhig, obwohl allein bis zum Jahre 2002 rund 28 000 von 80 000 Arbeitsplätzen verlorengehen und bis 2005 weitere 16 000 Stellen gestrichen werden müssen.

Zur Ruhe trägt sicherlich bei, daß die Bergleute wieder einmal glauben - oder glauben wollen -, dies sei das letzte Opfer, das ihnen abverlangt werde. Aber diese Hoffnung ist trügerisch. Es wäre ein Wunder, wenn nicht schon weit vor 2005 über neue Einschnitte geredet würde.