Geld ist knapp in diesen Tagen, insbesondere in den Bonner Kassen. Da ist Einfallsreichtum in den Ministerialbüros gefragt. Das Haus von Bundeswirtschaftsminister Rexrodt will mit gutem Beispiel vorangehen. Aus den Spielhallen in den Schmuddelecken der Städte, so haben sich die schlauen Beamten ausgerechnet, sei doch noch einiges mehr als bisher zu holen. Um satte 500 Millionen Mark ließe sich deren Umsatz pushen, mit entsprechend ansteigenden Einnahmen für den Fiskus. Dazu soll kurzerhand die Verordnung über die Aufstellung der Groschengräber verändert werden. Mehr Geräte pro Etablissement und weniger Platz für die kleinen Zocker sollen es bringen.

Vielleicht bittet der Herr Minister seine Kabinettskollegen dann auch gleich zum Probespiel. Die gestreßten Minister könnten sich beim Flippern entspannen. Ein paar Mark für den Fiskus wären allemal drin, und vor allem - bei dieser Zockerei könnte die Bonner Riege mal ausnahmsweise keinen Unfug anrichten.