"Ich hätte es gern gesehen, wenn die Leitung der EKD durch die Wahl von Wolfgang Huber ein deutliches Signal dafür gesetzt hätte, daß sie den Osten nicht nur als angeschlossenes Gebilde betrachtet. Besonders traurig finde ich, daß unter den Mitgliedern des Rates kein einziger Laie aus den ostdeutschen Gemeinden zu finden ist, die einst gemeinsam mit den Bürgerbewegungen zu den grundlegenden Veränderungen in diesem Land beigetragen haben."

Rolf Wischnath,

Generalsuperintendent in Cottbus

"Am Ziel vorbei schießt der Präsident, wenn er für die Vermittlung von Werten, wie Toleranz und Respekt vor dem anderen, lediglich eine Lanze für den Religionsunterricht bricht. Dies geht an der Wirklichkeit in vielen atheistisch geprägten Schulen und Elternhäusern im Osten vorbei."

"Leipziger Volkszeitung"

"Die Freiheit, die wir genießen, basiert auf den christlich geprägten Werten des Grundgesetzes. Dazu gehört auch die Verantwortung der Eltern für ihre Kinder. Der Staat kann sie nicht übernehmen. Für die Menschen in den neuen Ländern, die sich damit oft noch schwertun, hat Herzogs Appell eine tröstliche Zugabe: Erstens sind die Ostdeutschen erfahrener im Umlernen als die Westdeutschen. Zweitens verlangt Herzog Nachsitzen von der ganzen Nation. Sein Appell heißt: Umschulung für alle Deutschen. Wer sich nicht bessert, wird schlechter."

"Märkische Oderzeitung"