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Der Osten holt auf - zumindest wenn es um die Schulden geht. Sämtliche neuen Länder haben es in wenigen Jahren geschafft, pro Kopf der Bevölkerung mit mehr Geld in der Kreide zu stehen als etwa die Bayern. Unangefochtener Spitzenreiter ist bei den Stadtstaaten weiterhin Bremen und bei den Flächenländern das Saarland. Beide konnten allerdings von 1995 auf 1996 ihre Schuldenlast etwas vermindern - dank der Sanierungshilfen des Bundes. Das ist auch bitter nötig: Die Bremer mußten im vergangenen Jahr mehr als fünfzehn Prozent ihres Haushaltes für Zinsen ausgeben, in Bayern waren es nur drei Prozent. So engen die hohen Schulden den Spielraum der Politik immer weiter ein.