Die Zahl der arbeitslosen Akademiker in Deutschland hat im vergangenen Jahr erneut einen Höchststand erreicht. Insgesamt 207 000 Hochschulabsolventen waren nach Erhebungen des Instituts der deutschen Wirtschaft 1996 arbeitslos gemeldet, noch einmal 1500 mehr als im Jahr zuvor.

Eindeutige Verlierer auf dem akademischen Arbeitsmarkt waren dabei die Juristen, deren Berufsaussichten sich bereits in den Vorjahren drastisch verschlechtert hatten: 52 arbeitslose Rechtswissenschaftler bewarben sich 1996 auf eine offene Stelle. Über vergleichsweise günstige Beschäftigungschancen konnten sich dagegen Sozialarbeiter, Apotheker und Ärzte freuen. Auch für Mathematiker, Physiker, Chemiker und Biologen verbesserten sich die beruflichen Perspektiven, während sie sich für Lehrer wieder verschlechterten.