Im Kampf gegen die Billigflieger zieht British-Airways-Chef Robert Ayling neue Saiten auf. Konkurrenten wie Ryanair, EasyJet oder Virgin Express setzen ihn seit Monaten mit Sonderangeboten unter Druck und verkaufen ihre Tickets manchmal um zwei Drittel billiger. Jetzt schlägt Ayling zurück: Eine neue BA-Tochtergesellschaft mit dem vorläufigen Namen Blue Sky soll billige Europaflüge (auch von und nach Deutschland) mit Minimal-Service veranstalten und die Tickets ausschließlich per Telephon und im Internet verscherbeln.

"Wir wollen der beste unter den neuen Billigfliegern werden", sagt Ayling.

Doch vielleicht gehen die Probleme jetzt erst richtig los. Der Konkurrent EasyJet denkt schon über eine Wettbewerbsklage nach, "falls BA niedrige Preise aus anderen Unternehmensteilen subventioniert und uns damit aus dem Markt drängen will".

Andere Konkurrenten lachen sich bloß ins Fäustchen. BA, meinte ein Branchenvertreter, habe die Billigflieger mit seinem Schritt erst so richtig aufgewertet. Jetzt stünde Ärger mit den Gewerkschaften, den Reisebüros und den Aktionären bevor, und am Ende könnte sich BA gar selbst Kunden abjagen.

Dem Autofahrer treiben die Preise für Motorenöl die Tränen in die Augen, aber die Hersteller sind mit dem Geschäft überhaupt nicht zufrieden. So hat sich Dietrich Dräger, Vorstandsvorsitzender der RWE-DEA AG, jüngst bitterlich über die schlechte Ertragslage seiner Schmierölraffinerie in Hamburg-Grasbrook beklagt und eine Lösung des Problems innerhalb der nächsten zwölf Monate angekündigt. Vermutlich ist Dräger jedoch schneller fündig geworden. In der Branche macht jedenfalls das Gerücht die Runde, RWE-DEA strebe eine engere Bindung mit den Fuchs Mineralölwerken in Mannheim an, einer Tochter der Fuchs Petrolub AG Öl und Chemie. An den Mineralölwerken ist die DEA seit langem mit rund 25 Prozent beteiligt. Nun soll geplant sein, diese Beteiligung wesentlich aufzustokken. Wenn damit auch höhere Lieferungen der DEA nach Mannheim verbunden wären, könnte die Raffinerie in Grasbrook besser ausgelastet werden.

Fuchs selbst betreibt keine Raffinerie, sondern kauft das sogenannte Grundöl, das dann mit Zusätzen versehen und zu Schmieröl veredelt wird, von Dritten.

Einer der Lieferanten ist die DEA. Innerhalb des Fuchs-Konzerns, der 1996 rund 1,35 Milliarden Mark umgesetzt hat, sind die Mineralölwerke das größte Einzelunternehmen. Das Zusammengehen wäre nicht ohne Vorbild, schließlich haben erst jüngst BP und Mobiloil ihr Schmierstoffgeschäft fusioniert.