Was national und international aus politischen Gründen nicht von der Stelle kommt, funktioniert vielleicht lokal und mit akademischem Sachverstand. Nach dieser Devise hat die Universität Hamburg nun als erste deutsche Hochschule einen "Energie-Tisch" eingerichtet. Von den Hausmeistern und Verwaltungsangestellten über die Studenten bis hin zu den Professoren sollen an ihm alle Mitglieder der Universität über Energiesparmaßnahmen beraten und diese in ihren eigenen Büros, Bibliotheken oder Hörsälen umsetzen.

Schmackhaft gemacht werden ihnen die gedanklichen Mühen dadurch, daß das so eingesparte Geld zwischen der Universität und den jeweiligen Fachbereichen geteilt und dort für Lehr- und Forschungsprojekte eingesetzt werden soll. Ein ähnliches "Fifty-fifty-Modell" hat sich an den Hamburger Schulen bereits gut bewährt. Hier entwickelten Lehrer, Schüler und Eltern in den letzten drei Jahren eine ganze Reihe von Energiesparmaßnahmen.