Mit seinen kontroversen Thesen zum Holocaust wurde der junge Harvard-Politikwissenschaftler Daniel Goldhagen berühmt. Nun macht der Verfasser von "Hitlers willige Vollstrecker" durch unfeine - zumindest unübliche - Methoden wieder Schlagzeilen: Nachdem die deutsch-kanadische Historikerin Ruth Bettina Birn Goldhagen in einer Rezension vorgeworfen hatte, er habe sein Quellenstudium selektiv betrieben, antwortete der Kritisierte nicht selbst, sondern drohte über seine Londoner Anwälte der Kollegin mit einer Klage: Wenn sie sich nicht öffentlich entschuldige, werde er Schadensersatz fordern. Birn vermutet einen erfahrenen PR-Berater hinter der ungewöhnlichen Aktion. Jedenfalls kommt so zum Ruhm auch Ruch.