Skilangläufer können ihrem Sport nicht überall kostenlos nachgehen.

Zahlreiche Gemeinden verlangen für die Benutzung ihrer Loipen inzwischen Gebühren.

In der Schweiz sind alle Loipen gebührenpflichtig. Für einen im ganzen Land gültigen Paß müssen Skilangläufer in diesem Winter fünfzig Franken ausgeben.

Außerdem gibt es Wochenpässe für zwanzig und Tageskarten für fünf Franken.

Lediglich das zweitgrößte Langlaufgebiet der Schweiz - das Goms im Wallis - ist aus der Spur ausgeschert und erkennt den landesweiten Loipenpaß nicht an, sondern erhebt eigene Gebühren in gleicher Höhe.

In Österreich verlangen Gemeinden, vor allem wenn sie über ein ausgedehntes Netz verfügen, Gebühren. So kostet die Tageskarte für 235 Kilometer gespurte Loipen rund um Leutasch und Seefeld in Tirol umgerechnet fünf Mark, für das Gebiet um Ramsau am Dachstein sogar rund neun Mark. Dagegen ist in den skandinavischen Ländern Schweden und Norwegen die Benutzung von Langlaufloipen kostenlos.

In Deutschland entscheidet jede Wintersportgemeinde selbst, ob sie bei Langläufern abkassiert - bislang zumeist im Sinn ihrer Gäste. In den Mittelgebirgen Schwarzwald, Bayerischer Wald, Thüringer Wald, Erzgebirge und Harz kostet die Loipenbenutzung nichts. Michael Lücke, Chef des Harzer Verkehrsverbandes, verweist auf "das freie Zutrittsrecht im Wald" und möchte seine Langläufer lieber zu einer freiwilligen Abgabe animieren: mit dem Loipenpaket für 25 Mark leisten Langläufer einen Beitrag zur Loipenpflege und erwerben Gutscheine für Extras rund um ihre Tour.