Mit Regelungen auf freiwilliger Basis oder aber einer Parkgebühr am Loipeneinstieg kann sich auch der Deutsche Ski-Verband (DSV) anfreunden. "Die Kosten für die Benutzung sollten aber mit der Kurtaxe abgegolten sein", sagt DSV-Vizepräsident Erwin Lauterwasser. Der Zugang auf den abgelegenen Spuren könne ohnehin nicht kontrolliert werden.

Nach Berechnungen des DSV kostet die Loipenpflege jeden Winter rund tausend Mark pro Kilometer, für Gemeinden mit ausgedehntem Netz ein sechsstelliger Etatposten. Zwei bayerische Hochburgen für nordischen Skisport - Reit im Winkl und Balderschwang - haben daraus Konsequenzen gezogen und verlangen für ihre Loipen fünf Mark Eintritt. Auf dem neunzig Kilometer langen Netz um Reit im Winkel kassieren Streckenposten. Beide Orte bitten allerdings nur auswärtige Langläufer und Tagesbesucher zur Kasse: Kurkarteninhaber laufen gratis.

Dagegen hat Bayrischzell seine Ticketautomaten abgeschafft. Dort wie auch in den übrigen bayerischen Alpenorten ist der Langlauf kostenlos. "Das ist ein Service am Gast", erklärt Vroni Aigner vom Tourismusverband Berchtesgadener Land. "Für geräumte Wanderwege nehmen wir ja auch keine Gebühr." Das ist ganz im Sinne der Landesregierung, die Loipengebühren ohnehin für rechtswidrig hält. Bayerns Umweltminister Thomas Goppel befürchtet, daß Gebühren Langläufer aus den gespurten Loipen in unerschlossenes Terrain treiben würden - zum Schaden der Umwelt.