Immer wenn die kreative Runde der Europäischen Management- und Marketing-Agentur (EMMA) die Zukunft der Arbeit unter die Lupe nimmt, findet sie ihre Einsicht bestätigt, daß es für die nachindustrielle Gesellschaft nur eine vernünftige Bestandsgarantie gibt: Aktien statt Arbeit!

"Wer einerseits die Schwemme neuer Aktien an der Börse und andererseits den Personalabbau vieler Firmen im Blick hat, erkennt sofort den Trend", erklärt EMMA-Direktionsassistent Dr. Günter P. einer hochrangigen Besuchergruppe aus Wirtschaft und Politik, "mehr Aktien, weniger Arbeit."

Das leuchtet den Besuchern ein.

"Um daraus ein praktisches Konzept zu entwickeln", sagt Dr. P., "wird EMMA zunächst nachweisen, daß dabei eine meßbare negative Korrelation besteht; daß also einer Abnahme von Arbeit um die Menge x eine Zunahme der Aktien um die Menge y entspricht. An diesem Problem arbeitet besonders Kollege L."

"Für mehrere Länder", sagt L., "haben wir die Korrelationen schon im Griff. Jetzt suchen wir die Weltformel."

Die Besucher sind fasziniert.

"Man redet nicht gern darüber", sagt Kollege G., "aber wer die Börse verfolgt, weiß doch, daß schon die Ankündigung von Rationalisierungsmaßnahmen, also von Personalabbau, die Aktien eines Unternehmens in die Höhe treibt."