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Fast drängt sich der dumme Spruch auf, daß früher alles besser war: Zumindest was die Berechenbarkeit der staatlichen Einnahmen angeht, ist die Nostalgie aber gar nicht einmal verkehrt. Bis vor wenigen Jahren noch konnten sich die Haushalts- und Finanzpolitiker darauf verlassen, daß das Wachstum der staatlichen Steuereinnahmen den Wachstumsraten des Sozialprodukts ziemlich genau folgte. Nun sinkt bereits im zweiten Jahr das Steueraufkommen, obwohl die Wirtschaft nach wie vor wächst. Der Grund dafür: Gewinntransfers der Unternehmen in Steueroasen - und Schlupflöcher für die Steuerpflichtigen. Für die allerdings haben die Politiker selber gesorgt.