Der Mediziner und Molekularbiologe Detlev Ganten ist neuer Vorsitzender der Hermann-von-Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF).

Damit werden bald die drei wichtigsten deutschen Forschungsorganisationen von Biowissenschaftlern geführt. Denn im Januar 1998 übernimmt der Biochemiker und Genetiker Ernst-Ludwig Winnacker die Präsidentschaft der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), und an der Spitze der Max-Planck-Gesellschaft steht bereits der Zoologe Hubert Markl.

Die HGF, der Zusammenschluß der 16 Großforschungseinrichtungen mit 22 500 Mitarbeitern, ist eine der größten Wissenschaftsorganisationen in Deutschland: Sie verfügt über ein Jahresbudget von rund vier Milliarden Mark.

Der 56jährige Ganten, der seit 1991 auch dem Max-Delbrück-Zentrum für Molekulare Medizin in Berlin-Buch vorsteht, tritt nun die Nachfolge des Physikers Joachim Treusch an, der den Vorsitz vier Jahre innehatte. Die Ernennung Gantens paßt zu dem erklärten Ziel des Bundesforschungsministers, Deutschland zu einer der führenden Nationen in der Gen- und Biotechnik zu machen. Jetzt fehlt nur noch, daß die Fraunhofer-Gesellschaft einen Biotechniker zum Präsidenten ernennt.