Der Euro wird kommen, die D-Mark gehen. Aber was passiert dann mit den haufenweise wertlos gewordenen Banknoten? Man könnte sie als Makulatur unter Tapeten kleben oder damit Matratzen ausstopfen oder, wenn es 2002 noch kohlegeheizte Wohnungen gibt, Öfen mit Tausendern anheizen. Die Financial Times hat noch eine Möglichkeit ausgemacht: kompostieren und Deutschlands zahlreiche Weinberge damit düngen. "Wir brauchen dringend organisches Material mit niedrigem Nitratanteil", zitiert das Londoner Blatt einen deutschen Weinbauexperten. Banknoten, die aus Baumwollfasern bestehen, seien da genau das richtige. Nur zwei Fragen sind bisher noch ungeklärt: Ist deutsches Geld umweltfreundlich genug, um damit Bioreben zu düngen? Und: Was wird aus den Silberstreifen in den Banknoten? Vielleicht bekommen die deutschen Weine des 21. Jahrhunderts einen edlen, aber leicht metallischen Nachgeschmack.