Wir erinnern uns: die fünfziger, sechziger Jahre. Wie war man jung damals, ein Kind noch und für diverse Dinge, zwangsläufig, zu klein.

Merkwürdigerweise stimmten die Dimensionen jedoch ausgerechnet bei den seinerzeit noch recht dünn gesäten privaten Verkehrsmitteln. Bereits als Siebenjährige konnte man ohne nennenswerte Verrenkungen übers Dach einer, sagen wir, BMW Isetta hinwegblicken. Einer Konstruktion übrigens, die man unter Eingeweihten "Adventsauto" nannte: Macht hoch die Tür ...

Über dieses sehr seltsame Fahrzeug, aber auch über Leukoplastbomber und Vespas, Käfer, Enten, Prinzen und vieles mehr, was sonst noch so auf zwei, drei oder vier Rädern herumfuhr in jenen Zeiten, räsonieren verschiedene Autoren in dem Büchlein Mein erstes Auto (hrsg. von Franz-J. Oller Klartext Verlag, Essen 200 S., ca. 170 Abb., 34 Mark).

Das liest sich munter weg, wenn der eine über die erste Adriareise per NSU Spider, der nächste über den damals ebenso lächerlich einfachen wie billigen Führerscheinerwerb, eine weitere wieder über erste keusche Schmusereien in der drangvollen Enge von Isettas, Lloyds oder Fiats erzählt und andere ausgiebig über reichlich Verwicklungen, Pannen und Karambolagen berichten.

Dies ist ganz klar allerbester Lesestoff für notorische Nostalgiker, dankenswerterweise jedoch ohne die sonst übliche Sentimentalität. Prädikat daher: witzig.