In der versteckten Ecke im Kinderzimmer, zwischen dem Universum für die Enterprise-Flüge, den Alien-Postern, einer Dart-Scheibe und dem Französisch-Lehrbuch, hinter dem nie aufgeräumten Schwimmzeug und den Resten der letzten Chips-Tüte, fand sich das Kinderbuch von Jon Agee endlich wieder und hatte überlebt. Vor allem - es war noch da. Und das ist - wie wir sehen werden - nicht selbstverständlich.

Felix Clousseau, Titelfigur im Buch von Jon Agee, ist Maler und war irgendwie ein Genie. Er konnte ein Bild auf schlichte Leinwand malen, das sagte einfach "QUAK" und watschelte los. Ja, das tat sie, die Ente von der Leinwand lebte.

Und das war wirklich ein Wunder.

"Aber das war nur der Anfang." Denn die Geschichte geht weiter. Maler berühmt. Maler umjubelt. König will Bild. Kennt man ja. Soweit ging es ja auch gut, bis der Maler das Gemälde "Die schlafende Boa Constrictor" lieferte. Und die Nacht herankam, in der die Boa erwachte ... und eine andere, in der vom Vulkan-Gemälde der Lavafluß brannte ... eine, in der jener schöne blaue Wasserfall zu schwellen begann. Und so weiter und so weiter und so fort.

Und weil der Autor Agee das britische Understatement pflegt, heißt es an dieser Stelle: "Es entstanden große Schäden." Das Genie kommt hinter Gitter.

Sein Werk wird konfisziert.

Nun wird natürlich am Ende - und das darf man ja wohl von einem Kinderbuch erwarten - trotzdem alles gut. Und der begnadete Maler darf zurück zu seinen Bildern. Da geht er also wieder. Nur wer genau hinsieht, merkt, er geht ja noch weiter. Er geht viel, viel weiter und verschwindet selber in den Kulissen seines Bildes in der Welt zwischen den protzigen Rahmen.