Die Worte des Jahres

"Das ist die schwärzeste Zahl meiner Amtszeit."

Helmut Kohl

Bundeskanzler, zur Rekordarbeitslosenzahl von 4,67 Millionen im Februar

"Die Senkung der Arbeitslosenzahl ist ungleich wichtiger als der Abgang von Kohl."

Oskar Lafontaine

SPD-Vorsitzender

"Durch Deutschland muß ein Ruck gehen."

Die Worte des Jahres

Roman Herzog

Bundespräsident, in seiner "Berliner Rede"

"Wer unser Gastrecht mißbraucht, für den gibt es nur eins: raus, und zwar schnell."

Gerhard Schröder

niedersächsischer Ministerpräsident, zur Ausländerkriminalität in Deutschland

"Ich warte noch auf einen Ministerpräsidenten, der seinen Polizisten ganz klar sagt: ,Ihr habt einen Ausländer nicht mit du anzureden.'"

Cornelia Schmalz-Jacobsen

Die Worte des Jahres

Ausländerbeauftragte der Bundesregierung

"Die zwangsweise Abschiebung dient lediglich zur Unterstützung der freiwilligen Rückkehr."

Günther Beckstein

bayerischer Innenminister, über bosnische Flüchtlinge

"Wenn ein Unternehmen 2,5 Milliarden Gewinn macht und 5000 Leute entläßt, ist das eine perverse Wirtschaftsordnung."

Heiner Geißler

stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, über die "Shareholder-value-Mentalität"

Die Worte des Jahres

"Jan Philipp Reemtsma sollte besser eine Ausstellung machen über die Toten und Verletzten, die der Tabak angerichtet hat, den er verkauft."

Peter Gauweiler

Bezirksvorsitzender der Münchner CSU, zu der von Reemtsma mitorganisierten Ausstellung "Verbrechen der Wehrmacht"

"Bei uns wird kein einmal erkannter Rechtsextremer Ruhe finden."

Volker Rühe

Bundesverteidigungsminister, über Rechtsextremismus in der Bundeswehr

"Gebt den Flüssen ihren Raum."

Die Worte des Jahres

Helmut Kohl

Bundeskanzler, bei seinem Besuch in den Überschwemmungsgebieten an der Oder

"Verantwortlich für den Anschlag ist die iranische politische Führung."

Frithjof Kubsch

Vorsitzender Richter im Berliner Mykonos-Prozeß, in seiner Urteilsbegründung

"Ich habe mich nie an das Kreuz der drei Prozent schlagen lassen."

Theo Waigel

Die Worte des Jahres

Bundesfinanzminister, zur Bedeutung der Maastricht-Kriterien für Deutschlands Beitritt zur Europäischen Währungsunion

"Der Gedanke, daß Deutschland nicht die Währungsunion schafft, ist so absurd wie der Gedanke, daß der Papst nicht in den Himmel kommt."

José María Aznar

spanischer Ministerpräsident, zum selben Thema

"Die von der früheren Regierung unterzeichneten Verträge binden den Staat."

Benjamin Netanjahu

israelischer Ministerpräsident, im Januar über den Fortgang des Friedensprozesses im Nahen Osten

Die Worte des Jahres

"Es gibt eine schwere und echte Krise, denn es wird dauernd gebrochen, was vereinbart wurde."

Jassir Arafat

Vorsitzender des palästinensischen Autonomierates, zum selben Thema im März

"Ich gehe davon aus, daß ich im Mai noch immer in Downing Street wohne."

John Major

ehemaliger britischer Premierminister, vor der Wahl im Mai

"Wir haben als New Labour gewonnen und werden auch als New Labour regieren."

Die Worte des Jahres

Tony Blair

britischer Premierminister, nach seinem Wahlsieg am 1. Mai

"Es kann nicht sein, daß am Tisch der Europäischen Union Vertreter eines Landes sitzen, in dem gefoltert wird."

Jean-Claude Juncker

luxemburgischer Premier und bis Ende 1997 Vorsitzender des Europäischen Rates, zur Ablehnung des türkischen Beitrittsgesuchs

"In der Frage der Nato-Osterweiterung stimmen wir darin überein, daß wir uneinig sind."

Bill Clinton

Die Worte des Jahres

amerikanischer Präsident, nach einem Gespräch mit dem russischen Präsidenten Boris Jelzin

"Der König ist tot, es lebe der König."

Andrew Wong

Hongkonger Parlamentspräsident, nach der Übergabe der Stadt an China und der Auflösung der Volksvertretung

"Ich habe das Gefühl, daß damals nicht ein einziger Goldbarren in Europa zirkulierte, in dem nicht mindestens ein Goldzahn aus dem Mund eines jüdischen Opfers steckte."

Avraham Burg

Vorsitzender der israelischen Jewish Agency, zu den Raubgoldgeschäften der Nazis mit neutralen Ländern

Die Worte des Jahres

"Ich habe immer geglaubt, die Presse würde sie am Ende umbringen."

Charles, Earl of Spencer

Bruder der bei einem Autounfall getöteten Prinzessin Diana

"Mit unserer Technik lassen sich auch genetische Kopien von Menschen herstellen."

Ian Wilmut

schottischer Embryologe und Schöpfer des geklonten Schafes Dolly

"Die Rechtschreibreform ist vollkommen in Ordnung ... wenn man weder lesen noch schreiben kann."

Die Worte des Jahres

Vicco von Bülow (Loriot)