Panikattacken werden von winzigen Organen im Gehirn verursacht. Das wollen Forscher der Indiana University in Indianapolis herausgefunden haben, berichtet der New Scientist in seiner jüngsten Ausgabe. Mit intravenösen Injektionen von Natriumlactat lassen sich die Symptome solcher Attacken erzeugen: große Angst, Herzrasen, Atemnot und Zittern. Mit Versuchen an Ratten wiesen die Wissenschaftler nun nach, daß Lactat seine Wirkung über die circumventriculären Organe ausübt, die das Flüssigkeitsgleichgewicht und den Blutzuckerspiegel im Gehirn steuern. Ratten, denen geringe Lactatmengen direkt in diese Miniorgane gespritzt wurden, zeigten extreme Angstreaktionen.

Wurde den Tieren zusätzlich ein Mittel injiziert, das die Wirkung der circumventriculären Organe auf das Nervensystem blockiert, dann zeigte die Lactatgabe keine Wirkung. Möglicherweise lassen sich durch solche Signalblocker bessere Medikamente gegen Angstattacken entwickeln.