1989 - Slobodan Milosevic schürt auf sogenannten Meetings in ganz Jugoslawien den Nationalismus der Serben. Cetniks, Nachfolger königstreuer Partisanen, fordern ein Großserbien.

1990 - Bei den ersten freien Mehrparteienwahlen siegt überraschend die radikale Kroatische Demokratische Gemeinschaft unter Franjo Tudjman. Bald kommt es zu Zusammenstößen zwischen der neuen Staatsmacht und kroatischen Serben.

1991 - Kroatien erklärt sich für unabhängig. Die Anführer in den Mehrheitsgebieten der kroatischen Serben erkennen den Beschluß nicht an. Die serbisch dominierte Jugoslawische Volksarmee greift an, um Teile aus Kroatien herauszubrechen. Die Gebiete unter Armee-Kontrolle erklären sich zur "Republik Serbische Krajina".

1992 - Waffenstillstand. In der Krajina werden Blauhelme stationiert, in Bosnien bricht im April der Krieg aus, in dem Kroaten und Muslime zunächst gemeinsam gegen die Serben kämpfen. Schon im Herbst beginnt Zagreb, die Front zu wechseln, und räumt das Sawetal zugunsten der Serben.

1993 - Kroatisch-muslimischer Krieg in Bosnien.

1994 - Waffenstillstand zwischen Muslimen und Kroaten auf Druck der USA. Im Dezember schließt Kroatien ein Militärbündnis mit den USA und wird strategisch aufgerüstet.

1995 - Kroatien erobert die meisten serbisch gehaltenen Gebiete. Fast alle serbischen Bewohner fliehen vor der kroatischen Armee. Als die Nato im September die bosnischen Serben angreift, erobern reguläre kroatische Truppen auch westbosnische Gebiete. Im November wird für Bosnien das Daytoner Abkommen geschlossen. Nebenher wird vereinbart, den Rest der serbischen Gebiete im Nordosten friedlich nach Kroatien zu integrieren.