Ist das nicht fies? Da will doch tatsächlich jemand Geld dafür haben, daß er Steuerflüchtlinge beim Fiskus anschwärzt. Sozusagen eine Art Gewinnbeteiligung. Ohne Bezahlung wäre das schon gemein genug. Schließlich ist der Typ offenbar so ein Insider aus einer Bank. Ein glatter Vertrauensbruch also. Und den auch noch mit einem üppigen Judaslohn honorieren? Das wäre doch glatt Anstiftung zur Nachahmung. Gott sei Dank gibt es die Bayern. Die wollen nur saubere Steuern, das heißt solche, die freiwillig herausgerückt werden - oder gar keine. Mit Denunzianten haben die nichts am Hut. So was nennt man Steuermoral.

Da sollten sich die anderen Bundesländer ein Beispiel nehmen, wenn sie am 22.

Januar darüber beraten, ob sie für solche Tips zahlen wollen oder nicht.

Immerhin geht es auch um den Standort Deutschland. Wenn sich die bekannte Großzügigkeit bayerischer Finanzämter bundesweit durchsetzt, muß schließlich keiner mehr nach Luxemburg oder in ein anderes Steuerparadies. Dann bleiben endlich nicht mehr nur die Arbeitslosen, sondern auch die Millionäre wieder hier.