Bizarre Bilder, gesteigerte Gefühle, eine verzerrte Zeit - die Welt der Träume sieht anders aus als die reale Welt. Eine Ursache dafür glauben USamerikanische Gehirnforscher entdeckt zu haben: Die Region des Gehirns, in der Traumbilder entstehen, arbeitet getrennt von jener im visuellen System, in der Bilder der Außenwelt im Wachzustand verarbeitet werden (Science, Bd.

279, S. 91). Die Wissenschaftler vom National Institute of Health in Bethesda haben die Gehirnaktivität von zehn Versuchspersonen gemessen - im Wachzustand und während der REM-Schlafphase (rapid eye movement). Während der REM-Phase träumt der Mensch besonders bilderreich. Mit Hilfe der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) konnten sie beobachten, daß im Wachzustand und während des Träumens unterschiedliche Gehirnregionen besonders gut durchblutet - also aktiv - waren.