Wenn die vier Professoren, die das deutsche Volk so inbrünstig vor dem Euro retten wollen, vor dem Bundesverfassungsgericht genauso gut argumentieren könnten, wie sie ihre Klage in Karlsruhe vermarkten, dann müßten sich die Bundesregierung und alle übrigen Anhänger der Währungsunion ernsthaft Sorgen machen. Tun sie aber nicht. Die Euro-Fans, allen voran die Rivalen Kohl und Lafontaine, können gelassen dem Mai entgegensehen, dem Monat der endgültigen Entscheidung.

Denn eine geschickt inszenierte Medienoffensive nutzt vor Gericht ebensowenig wie eine voluminöse Klageschrift (rund 350 Seiten), wenn ein Jurist und drei Ökonomen in der Sache nichts zu bieten haben. Welches Grundrecht des Quartetts ist bitte schön verletzt? Gegen welchen Akt hoheitlicher Gewalt wenden sich die vier überhaupt - es hat doch noch gar keinen gegeben? Fragen über Fragen - und beim besten Willen keine ernsthaften Antworten in Sicht.

Macht nichts, wird sich vielleicht der eine oder andere der Herren sagen.

Immerhin hatten wir einen großen Auftritt. Wozu die Mark so alles gut ist.