12. Januar 1992: Nach dem überwältigenden Wahlsieg der Islamischen Heilsfront (FIS) annulliert die Armee die Wahlen. In den folgenden Wochen werden Tausende FIS-Anhänger und ihre Führer festgenommen.

April bis Juni 1992: Eine erste Serie von Bombenattentaten, Brandstiftungen und Unruhen in verschiedenen Städten Algeriens fordert zahlreiche Todesopfer.

26. Mai 1993: Mit der Ermordung des Schriftstellers Tahar Djahout geraten zunehmend auch Intellektuelle, Journalisten, Frauen und Ausländer ins Visier der Fundamentalisten. Viele werden umgebracht.

30. Januar 1995: Bei einem Autobombenattentat im Stadtzentrum von Algier sterben 42 Menschen, 286 werden verletzt.

23. Mai 1996: Die Untergrundbewegung GIA gibt die Ermordung von sieben französischen Trappistenmönchen bekannt.

19. Januar 1997: In der Region Medea werden 48 Bauern enthauptet. Im "Dreieck des Todes" südwestlich von Algier kommt es das ganze Jahr über wiederholt zu Massakern, denen mindestens tausend Menschen zum Opfer fallen.

30. Dezember 1997: In Relizane werden zu Beginn des Ramadan 412 Dorfbewohner getötet.