Wer stark schnarcht, trägt ein höheres Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Das ist das Ergebnis einer deutsch-amerikanischen Studie (Stroke-Journal of the American Heart Association, Bd.28, S.87). Die Wissenschaftler untersuchten unter anderem zwölf Schnarcher, elf Männer und eine Frau, die im Freiburger Universitätskrankenhaus behandelt wurden. Bei lauten Sägern erschlaffen Rachen und weicher Gaumen und können die Luftwege blockieren. Versucht der Schläfer dann einzuatmen, baut sich Unterdruck im Brustkorb auf. Dadurch wird die Pumpleistung des Herzens beeinträchtigt. Der Blutdruck fällt ab, und ins Gehirn fließt weniger Blut, was zu gefährlichem Sauerstoffmangel und sogar zum Schlaganfall führen kann.

Mildes Schnarchen dagegen hat andere Gründe, etwa unregelmäßige Atmung. Hier blockieren die Atemwege nicht, und das Blut kann ungehindert zirkulieren.

Schnarchen und Schnarchen ist somit medizinisch zweierlei.