Die irische Supermarktkette Super Valu verkauft seit Wochenbeginn das erste BSE-getestete Rindfleisch der Welt. Sämtliche Super-Valu-Fleischvorräte werden in der Nähe von Dublin auf Rinderwahnsinn untersucht, bevor sie in die Kühltruhe kommen. Das kostet etwa sechzig Mark pro Tier und gilt als fast sicher - falls sich keine menschlichen Fehler einschleichen.

Die britische Bio-Tech-Firma Proteus International, die das Verfahren entwickelt hat, kassiert bei jedem Test sechs Mark mit - ihre Aktien legten am Montag binnen Tagesfrist um das Dreieinhalbfache zu. Alleiniger Lizenznehmer des Verfahrens ist allerdings die irische Laborfirma Enfer Scientific. Die will den Test nun weltweit vermarkten, wenn er sich bei Super Valu bewährt.

Asiens tiefe Währungs- und Finanzkrise schwappt über den Pazifik. Nachdem in den vergangenen Wochen schon amerikanische Softwarefirmen wie Oracle und Netscape sinkende Einnahmen und Profite melden mußten, läuten jetzt auch beim weltgrößten Flugzeughersteller Boeing die Alarmglocken: Als erste asiatische Fluglinien haben Malaysian Airline System und die Philippine Airlines angekündigt, wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage bei Boeing georderte Flugzeuge wieder abzubestellen oder ihre Auslieferung wesentlich zu strecken.

Die Philippinen wollen möglicherweise auf vier Boeing-Jumbos verzichten - also auf Flugzeuge, mit denen der Konzern aus Seattle das meiste Geld verdient.

Auf asiatische Luftfahrtgesellschaften entfallen rund dreißig Prozent der bei Boeing ausstehenden Orders. Analysten wie der New Yorker Wolfgang Demisch fürchten, daß unter dem Währungsverfall und der in vielen Staaten Asiens drohenden Rezession sowohl der innerasiatische wie auch der globale Reiseverkehr leiden werden. Weitere Abbestellungen seien deshalb nur eine Frage der Zeit. Boeing hat freilich ein dickes Auftragspolster. Allein 1997 konnte der Konzern Orders für 568 neue Flugzeuge im Wert von 42,8 Milliarden Dollar verzeichnen.

Für die Zürcher Bezirksanwaltschaft ist der Fall klar: Das Filmlizenzgeschäft zwischen dem Münchner Mediengiganten Leo Kirch und der Schweizer Medien-Handels AG war kein Scheingeschäft. Doch der von der Münchner Staatsanwaltschaft der Steuerhinterziehung verdächtigte Kirch kann noch keineswegs aufatmen. Denn laut Oberstaatsanwalt Peter Schlicht wollen die Münchner erst einmal die Schweizer Unterlagen sichten. Obendrein habe man selbst weitere Recherchen angestellt. Schlicht: "Es ist noch alles offen."

Erwin Teufel ist der Gerhard Schröder von Baden-Württemberg: Wie sein Kollege aus dem Norden betreibt der Ministerpräsident des "Ländle" massiv regionale Strukturpolitik und riskiert nun ähnliche Anfeindungen. Jedenfalls birgt die von Teufel forcierte Formierung einer neuen Großbank in Stuttgart einigen Zündstoff. Denn aus dem geplanten Zusammenschluß der Südwestdeutschen Landesbank (SüdwestLB), der Landeskreditbank Baden-Württemberg (L-Bank) und der Landesgirokasse (LG) Stuttgart entsteht ein Geldgigant, der voll dem Staat gehört.