An den internationalen Börsen sind die durch die Wirtschafts- und Finanzkrise in Asien ausgelösten Schwankungen geringer geworden. Das trifft auch für den deutschen Aktienmarkt zu, auf dem sich eine gewisse Bodenbildung abzuzeichnen scheint. Sie wird begünstigt durch den weiterhin extrem niedrigen Zins, aber auch durch den festen Dollar. Seine Wirkung auf die ausgesprochenen Exportpapiere, die Auto- und Chemieaktien, ist allerdings enttäuschend gering. Bei VW irritiert weiterhin die nur zurückgestellte Kapitalerhöhung, bei Daimler glaubt man Ertragsschwächen ausgemacht zu haben.

Trotz der Konsumflaute ist der Karstadt-Kurs überdurchschnittlich gestiegen.

Börsianer vermuten, daß die Schickedanz-Gruppe hier ihre Position verstärkt.

Ausgehend von der Münchner Rück ist auch wieder Bewegung in die Versicherungswerte gekommen, Papiere also, die nicht unmittelbar von der Asienkrise betroffen sind. Bei den Bankaktien ist eine gewisse Ernüchterung eingekehrt. Ausländische Broker haben Bedenken wegen ihrer angeblich zu hohen Kurse angemeldet. Dabei gerieten die Papiere der Deutschen Bank deutlich unter Druck. Von Fusionsphantasie ist derzeit nur noch wenig zu spüren.