Ägypten ist nicht das einzige Land, in dem Urlaubern Gefahren drohen. Das Auswärtige Amt mahnt Reisende in vielen Staaten am Mittelmeer zur Vorsicht.

Seit dem Anschlag von Luxor hat Bonn seine Sicherheitshinweise verschärft und warnt jetzt vor dem "für ganz Ägypten bestehenden Risiko terroristischer Anschläge". Abgeraten wird von Reisen nach oder durch Mittelägypten. Die Hinweise kann man vom Anrufbeantworter des Auswärtigen Amts abhören (Tel.

0228/17 10 03) oder - wie für alle anderen Staaten auch - über das Internet (www.auswaertiges-amt.government.de) abfragen.

Zurückhaltender, als es nach Ansicht von Landeskennern angebracht wäre, sind die Ratschläge für Israel (Tel. 0228/17 10 01). Hier sowie für die besetzten Golanhöhen gilt "keine besondere Warnung", und es folgt die Binsenweisheit, daß es "gegen selbstmörderische, terroristische Anschläge keinen absoluten Schutze" gebe. Dagegen wird von Reisen in den Gaza-Streifen abgeraten. Bei individuellen Fahrten in die palästinensischen Autonomiegebiete auf der West Bank muß man mit Steinwürfen rechnen, wenn man Fahrzeuge mit israelischen Kennzeichen benutzt. Generell sei in Palästina "äußerste Vorsicht" angebracht.

Auch für den Libanon (Tel. 0228/17 10 07)kann nach Angaben des Auswärtigen Amtes "wegen der besonderen inneren und regionalen Sicherheitslage ein Sicherheitsrisiko nicht völlig ausgeschlossen werden". Die Südstadt Beiruts, die Gebiete nördlich von Baalbek und südlich des Awali-Flusses sowie die südliche Bekaa-Ebene sollte man meiden.

In der Türkei, einem der beliebtesten Urlaubsländer am Mittelmeer, hat es 1997 keine politisch motivierten Anschläge auf Touristen gegeben. Bonn rät Türkeireisenden aber, den Hinweisen der Veranstalter und Behörden unbedingt zu folgen (Tel. 0228/17 10 02). Ausflüge zu den Wasserfällen von Göynük Köyü in der Ferienprovinz Antalya sollte man nur in Begleitung von Polizisten unternehmen. Dort sind im vergangenen Frühjahr zwei deutsche Touristen ermordet und zwei weitere verletzt worden. Reisen in die Provinzen im Osten und Südosten der Türkei "sollten nur aus zwingenden Gründen unternommen werden".

Die Lage in Albanien hat sich zwar stabilisiert, dennoch warnt das Außenministerium vor bewaffneter Straßenkriminalität und bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Albanern (Tel. 0228/17 18 30). Von Reisen in den Süden des Landes wird abgeraten. Vorsicht sollten auch Segelurlauber bei den Ionischen Inseln walten lassen, weil in den griechisch-albanischen Grenzgewässern albanische Piraten ihr Unwesen treiben.