Puristen würden immer Perkins nehmen: "One for the money", den reinen Rockabilly, die bodenständige Nähe des weißen Hillbilly zu den Hütten der Schwarzen auf derselben Plantage. Dort wurde Carl Perkins am 9. April 1932 in Ridgely, Tennessee, geboren, mit dem Blues auf der Veranda und der Countrymusic aus dem Radio. 1955 komponierte er seine "Blue Suede Shoes", und es hatte nichts von dem Hip-'n'-Hüfte-Gefühl, mit dem ihm Elvis Presley ein Jahr später zu Hit und Hymne verhalf. Carl Perkins sang es mit jener Cowboy-Liebe zu den Schuhen, diesem halbstarken Stolz, der später cooler Jugend-Stil wurde. Wer einem auf die Schuhe tritt oder sie aus dem Fenster wirft, ist erledigt. Unwiderruflich: "You've Got The Right String, Baby, But The Wrong Yo-Yo". Seit 1956 zog er das Unglück an: schwerer Autounfall, tragischer Verlust seiner Geschwister später zeichneten ihn Alkohol und Drogen. Die Beatles liebten ihn und seine stoische Gitarre, Johnny Cash verpflichtete ihn zehn Jahre in seine Band, und selbst ein Kehlkopfkrebs konnte den wiedergeborenen Christen nicht unterkriegen - Go Cat Go! Am 19.

Januar 1998 blieben nur seine Wildlederschuhe, blau für immer.