Die südostasiatische Wirtschafts- krise verliert offenbar für Börsianer langsam an Bedeutung. Am Tokioter Platz zeigen sich dank des geplanten Konjunkturprogramms der dortigen Regierung sogar erste Erholungstendenzen.

Die Flucht des internationalen Kapitals in den "sicheren Dollarhafen" hat nachgelassen - in erster Linie allerdings wegen der noch nicht übersehbaren Folgen der angeblichen Sexaffäre von US-Präsident Clinton. Die politische Unsicherheit sorgt für Druck auf den Dollar. Darunter leiden die Aktien der exportstarken deutschen Unternehmen. Wenn sich der Deutsche Aktienindex (Dax) dennoch gut behauptet hat, lag dies an wenigen Papieren. Vor allem an Allianz, Münchener Rück und SAP, die schwergewichtig im Dax vertreten sind.

Die jetzt von SAP vorgelegten Zahlen für das vergangene Jahr erfüllen die hochgespannten Erwartungen, und der Ausblick auf 1998 rechtfertigt in den Augen einiger Analysten eine Heraufsetzung der bisherigen Gewinnschätzungen.