Zu den neuen Regeln der Formel 1 gehört, daß die Piloten das Benzin künftig aus eigener Tasche bezahlen müssen. Prompt hat sich Michael Schumacher, der bekanntlich vor nichts zurückschreckt, für einen Literpreis von fünf Mark ausgesprochen so geschehen am Wochenende bei einem Besuch seines Spritlieferanten Shell in Hamburg. Da Schumacher mit Abstand am meisten verdient, (35 Millionen Mark pro anno), kann er das locker aufbringen, während die Konkurrenz in Schwierigkeiten kommt. Braucht doch so ein Rennwagen achtzig Liter auf hundert Kilometer.

Zudem testet Schumacher derzeit heimlich einen Ferrari F 300, der ein Drei-Liter-Auto ist, und das macht die Sache für ihn ziemlich billig. Dieser Ökorenner und der umweltpolitisch sinnvolle Benzinpreis bewahren den zweimaligen Weltmeister auch vor der branchenüblichen Sorge um den Sponsor.

Da die EU jede Tabakwerbung demnächst verbieten wird, muß sich Marlboro aus der Formel 1 zurückziehen. Ferrari hat schon umgespritzt. Der F 300 ist nicht mehr rot, sondern froschgrün, ganz nach Wunsch des neuen Geldgebers: Greenpeace.