die zeit: Gemeinsam mit vier Medizinern, Biologen und Chemikern haben Sie Anfang des Jahres in Köln die Biotechnikfirma Memorec gegründet. Sie starten zunächst mit zwölf Mitarbeitern, von denen der älteste 35 Jahre ist. Womit will Ihr junges Team Geld verdienen?

Boris Stoffel: Wir suchen nach bestimmten Genen und deren Regulation, die bei Krankheiten eine Rolle spielen. Diese Informationen wollen wir dann an große Pharmafirmen verkaufen. Auch wollen wir Zell-Linien und Tiermodelle herstellen und vermarkten, an denen man Erkrankungen studieren kann.

zeit: Wo sehen Sie Ihre Nische auf dem Markt?

Stoffel: Kleine Bio-Tech-Firmen können viel schneller auf Trends reagieren als die Pharmamultis. Memorec hat keine starre Verwaltung, weshalb wir uns bei geringen Kosten ganz auf die Forschung konzentrieren.

zeit: Bisher haben Sie viele Ideen und hohe Ausgaben. Wann müssen die Ideen Gewinn machen?

Stoffel: Spätestens im Jahre 2001 - bis dahin reicht die Anschubfinanzierung in Höhe von ungefähr 18 Millionen Mark.

zeit: Woher nehmen junge Naturwissenschaftler so viel Geld?