Und jetzt, sagt Hintze, muß ich Sie liebevoll und brüderlich rausschmeißen. Noch eine Frage. Läßt sich mit einem Wort beantworten.

Gut.

Sie werden regelmäßig als ölig, heuchlerisch und politisch blaß beschrieben.

Sie seien nur die Stimme Ihres Herrn und Kanzlers. Schmerzt Sie das?

Wir als Theologen, sagt Hintze und atmet noch mal vollste Gelassenheit, wir als Theologen verstehen ja was von Quellenkritik. Es gebe in Hamburg ein großes Nachrichtenmagazin, das habe ihm schon nach drei Tagen Amtsführung alles Üble nachzusagen gewußt. Dies werde immer wieder abgeschrieben, weshalb er, Hintze, an der Journalistenzunft verzweifeln müsse.

Die Verzweiflung ist gegenseitig. Kaum ein Politiker löst im lethargischen Deutschland des ewigen Helmut Kohl solche Allergieanfälle aus wie der CDU-Generalsekretär Peter Hintze. Das ist nicht tragisch, sondern sein Beruf.

Generalsekretäre müssen polarisieren, auf daß ihre Parteien kräftig unterscheidbar bleiben. Hintzes SPD-Kollege Müntefering erklärte kürzlich den holzenden Bayern-München-Vorstopper Katsche Schwarzenbeck zum Archetyp seines Amtes.