Die erste Lehre aus der asiatischen Krise ist: Eine Regierung, die sich gegenüber ihren Menschen nicht verantwortlich fühlt, läßt wahrscheinlich auch keine offenen Märkte und keine anderen Institutionen zu, die die nötige Disziplin zur Überwindung einer finanziellen Krise verlangen können. Eine zweite Lehre ist, daß guanxi (Beziehungen) niemals ein Rechtssystem ersetzen kann.

Jetzt ist es wichtig, daß der Westen von den schwankenden autokratischen Regimen Asiens nicht nur eine wirtschaftliche Umstrukturierung, sondern auch substantielle politische Reformen verlangt. Der Verzicht darauf, die Notwendigkeit von Demokratie und verantwortlichem Regieren festzustellen, brächte nur weitere ökonomische Schwierigkeiten.

Martin Lee ist Vorsitzender der Demokratischen Partei Hongkongs.