Ein gelungener Silvesterbeitrag. Aber das über vier Seiten. Sicher bringt das ein beachtliches Autorenhonorar. Doch Philosophie hat noch immer ihren Wert. Da sei Hegel Dank.

Dr. P. Müller-Thomsen Wöhrden

Es gelingt mir nicht, mich daran zu erinnern, während meiner regelmäßigen vierteljahrhundertwährenden ZEIT-Lektüre je auf einen Beitrag vierganzseitigen Kalibers aus der Feder eines Einzelautors gestoßen zu sein.

Aber alle Achtung, Sloterdijks sprachartistische Interpretation der Erfindung des Volkes durch dessen medial und kapital verstärkte Selbsterregung, garniert mit einer Zitier-Härteskala von Napoleon bis Robert Gernhardt, ist schon eine intellektuelle Delikatesse, für dessen Servierung der ZEIT zu danken ist.

Prof. Dr. Peter Cerwenka Wien

Wenn Sloterdijk redet, dann ist es okay aber wenn er schreibt, dann ist es zum Davonlaufen. Ein enttäuschender und beschämender Text, der da ausgebreitet wird. Beschämend, weil ZEIT-Leser bessere Texte gewohnt sind.

Ein sprachliches Elaborat, das dem Anspruch nicht gerecht wird, die Bedeutung des schicksalträchtigen 9. Novembers angemessen darzustellen.