Wer immer noch meint, daß Kinder am liebsten mit Bauklötzen spielen, konnte am Dienstag in London kräftig ins Staunen geraten. Die dänische Lego-Gruppe stellte der Weltpresse die neueste Generation ihrer Plastikwürfel vor - die haben einen Chip eingebaut und verstehen sich bestens mit dem Multimedia-PC.

"Das ist kein reines Spielzeug mehr, sondern eine Verlängerung des Computers", findet Peter Dalm, Legos Mann in Deutschland. Die Erben des dänischen Schreinermeisters Ole Kirk Christiansen lassen die Kids Roboter zusammenbauen, die dann wahlweise im Kühlschrank stöbern oder dem Roboter vom Nachbarkind eins auf die Mütze geben. In Deutschland gibt es die ersten Cyber-Legos zum Weihnachtsgeschäft, sie kosten ab 350 Mark. Kevin Warwick, Professor für Cybernetics an der Universität Reading, macht da eine echte Lebenshilfe aus: "In zwanzig bis dreißig Jahren sind Roboter so intelligent wie Menschen", glaubt er. "Die Kinder müssen darauf vorbereitet sein." tf