Was in Studien über Arzneimittel herauskommt, das hängt auch mit den Beziehungen zusammen, welche die untersuchenden Ärzte und die Pharmaindustrie unterhalten. Das will die Arbeitsgruppe um Allan Detsky an der Universität Toronto herausgefunden haben (New England Journal of Medicine, Bd. 338, S.

101). Sie untersuchte 44 wissenschaftliche Artikel, in denen es um die Sicherheit von sogenannten Calcium-Kanal-Blockern geht, und zwar im Vergleich mit konkurrierenden Herzmedikamenten. In den Studien, welche die Kalzium-Kanal-Blocker positiv bewerteten, bestanden Detsky zufolge in 96 Prozent der Fälle finanzielle Beziehungen zwischen dem Autor und dem Hersteller der Medikamente. Studien mit negativem Ergebnis hingegen waren nur zu 37 Prozent von einem Hersteller gesponsert. Lehre und Wissenschaft würden zu einem erheblichen Teil von der pharmazeutischen Industrie bezahlt, schreibt Allan Detsky und fordert die Offenlegung der finanziellen Verbindungen. Detskys Untersuchung wurde übrigens nicht von der Pharmaindustrie finanziert.