Unterschiedliche Fahrstile bei Carvern, Snowboardern und Skifahrern sowie schnelles Tempo erhöhen die Gefahr von Zusammenstößen und verursachen schwere Verletzungen.

Anfang Januar berichteten Österreichs Medien, daß innerhalb eines Tages sechs Skiläufer starben. Laut Wiener Innenministerium kamen im vergangenen Winter 36 Menschen bei Kollisionen ums Leben.

Sportmediziner konstatieren eine steigende Zahl von schweren Verletzungen.

Benno Zifko, Chirurg und Sportmediziner am Wiener Lorenz-Böhler-Krankenhaus, sieht die Hauptursache dafür im unterschiedlichen Fahrstil von Skiläufern, Snowboardern und Carvern. "Weil Carver und Snowboarder schneller und mit größeren Kurvenradien unterwegs sind, kommt es hier leichter zu Kollisionen, die vor allem zu Kopf-, Schulter- und Wirbelsäulenverletzungen führen", erklärt Zifko.

Bislang waren Knieverletzungen die häufigsten Skiunfälle, das belegen Langzeituntersuchungen des Deutschen Skiverbandes.

"Während die Verletzungen bei klassischen Skiläufern rückläufig sind, nehmen sie bei Snowboardern und Carvern zu", bilanziert Karl-Peter Benedetto von der Innsbrucker Uniklinik.

"Es wäre weniger gefährlich, wenn Skiläufer, Carver und Snowboarder mehr über den Fahrstil der jeweils anderen wissen und entsprechend Rücksicht nehmen würden", meint Benedetto. So werden Skiläufer oft überrascht, wenn Snowboarder ihre Fahrt mit einem abrupten Schwung gegen den Hang beenden.