"Den 20. Jänner ging Lenz durchs Gebirg" (einsilbiger Nachname), "Aber Jakob ist immer quer über die Gleise gegangen" (zweisilbiger Vorname), "Ilsebill salzte nach" (dreisilbiger Vorname). So haben Büchner, Johnson, Grass ihre Geschichten begonnen: die Namen kurz, glatt und immer unvollständig. Die vorige ZEIT indessen eröffnete ihren Bericht über die Wirtschaftskrise in Thailand so: "Thirawat Wattanajiamwong war 25 Jahre alt, als er ..." Eine Drohung an die Leser: Achtung, hier wird Thai gesprochen! Elf Personen mit 22 Namen treten auf in 65 siamesischen Silben, von Meechai Ruchuphan bis Chavalith Yongchaiyudh. Ja doch, komplette Namen für alle, journalistische Grundregel! Nur sollte der Schreiber sie verletzen, bevor er Belästigung oder Belustigung erzeugt. Hätte sich im ersten Satz ein 25jähriger Student namenlos aus dem elften Stock gestürzt: Erfahren hätten wir de facto dasselbe, weitergelesen hätten wir lieber. Kramol Thongdhamachart! möchte man rufen, aufhören! Aber leider ist das kein siamesischer Imperativ, sondern der Name des Präsidenten der Verfassungskommission.