Alle redeten vom Wetter. Nur die Bahn warb: Wir nicht. Vorbei. Längst ist sie zur meteorologischen Warte all der kleinen Wesps und Kachelmanns geworden. Das Handy macht's möglich und ersetzt im Zug längst das Käsebrot.

Ausgepackt und ran: "Bin schon umgestiegen ... Nein, bei uns regnet's. Schon seit Wuppertal und hier auch ..." Wieder eingepackt, beginnt das Handy so zuverlässig zu schrillen, wie früher das Käsebrot roch. "Nee, immer noch nicht, aber da hinten sieht's heller aus."

Alle reden jetzt vom Nichtraucherschutzgesetz. Nur die Bahn wirbt: Wir nicht.

Wir trennen die Raucher- und Nichtraucherzonen in den InterCity-Zügen künftig ohnehin durch Schiebetüren aus Glas. Danke! Denn die Deutsche Herzstiftung weiß: Passivraucher sind besonders gefährdet. Und wie ist es mit der Gesundheit der Passivlauscher, die den großen Angriff auf das Bimmeln der Handys dauernd unterdrücken müssen? Was wird aus dem Kreislauf jener, die mit anhören, daß der Willi Weißhaus aus Wermelskirchen der Paula Jonas neulich den Laufpaß gegeben hat, weil er jetzt mit dieser Monika - du weißt schon - auf dem Trip ist?

Um der Herzstiftung zuvorzukommen: Liebe Bahn, trenne großräumiger! Lasse sie fahren dahin in ihren eigenen Wagen und Abteilen, all die Raucher, Handybenutzer und wer sonst noch seine Lungen bläht. Auf daß die Passiven wieder in Ruhe deine schönen, bunten Reisebegleiter lesen können.