Bereits vor rund vierzig Jahren haben sich offenbar Menschen mit dem Aids-Erreger HIV infiziert. Blutproben eines Bantu-Mannes, der damals in Léopoldville, dem heutigen Kinshasa, lebte, enthalten Spuren des HI-Virus vom Typ eins. Das folgern Aids-Forscher David Ho und Kollegen aus einer Erbgutanalyse der Virus-Reste (Nature, Bd. 391, S. 594). Dank der detektivischen Leistung klärt sich nun ein Rätsel über den Ursprung von Aids: Alle heutigen Infektionen mit dem HI-Virus vom Typ eins - der weitaus häufigsten Form - dürften auf eine einzige Ansteckung in den vierziger oder frühen fünfziger Jahren zurückgehen. Höchstwahrscheinlich geschah dies in Afrika.