Bisweilen ist das so eine Sache mit Forschungsprogrammen, etwa dann, wenn ihre Ergebnisse wenig erfreuliche Nebenaspekte aufdecken. Doch seriöse Autraggeber stehen zu ihren Studien. Und wer würde schon bezweifeln, daß die Internationale Arbeitsorganisation ILO ein solcher ist? Untersucht haben ihre Experten die Wirkung von Drogen, insbesondere von Alkohol am Arbeitsplatz.

Zweifellos ein internationales Problem, das viel Leid verursacht, und die Betriebe viel Geld kostet. Heraus kam: Heftige Trinker richten deutlich weniger Schäden an als diejenigen, die nur einmal einen über den Durst heben.

Bei näherem Hinsehen wird es logisch. Erstens haben die Gewohnheitsschlucker ihr Verhalten schon auf ihren Dauerpegel eingestellt, und zweitens gibt es eben weit mehr von der Sorte Gelegenheitstrinker. Konsequenz der ILO-Experten: Generelle Prävention bringt mehr als akute Hilfe. Also, wehret dem kleinen Schluck.