Anfang Februar gab der amerikanische Milliardär Warren Buffett bekannt, im vergangenen halben Jahr 129,7 Millionen Unzen Silber gekauft zu haben. Ihr gehören damit zur Zeit rund zwanzig Prozent der weltweiten Jahresproduktion.

Sofort wurden Erinnerungen an die Brüder Hunt wach, die Ende der siebziger Jahre mit Massenkäufen den Silberpreis für einige Tage auf fünfzig Dollar je Unze (rund 31 Gramm) geschoben hatten. In den vergangenen Jahren lag er meist um die fünf Dollar. Seit Beginn von Buffetts Käufen zog der Preis um gut fünfzig Prozent auf rund sieben Dollar an. Das ist der höchste Wert seit zehn Jahren. Buffetts Gewinn soll bereits rund 200 Millionen Dollar betragen.

Ähnlich wie die Hunts hält auch der 67jährige Silber für unterbewertet. Seit Jahren ist die Nachfrage höher als das Angebot. Der Verbrauch der Photoindustrie, neben der Schmuckindustrie der größte Abnehmer, stieg 1997 um 2,9 Prozent. Buffett gilt im Gegensatz zu den Hunts als seriöser Investor, der auf langfristige Wertsteigerung setzt. Er erklärte bereits, kein weiteres Silber kaufen oder verkaufen zu wollen.